Auf meiner Australien-Reise machte ich im Februar 1988 mit einer primitiven, selbstgebastelten Holzvorrichtung (barn door tracker) einfache Astrofotos vom Südhimmel. Als ich Monate später zu Hause mittels der DOS-Astronomie-Software LodeStar Plus von Zephyr Services die Sterne identifizieren wollte, gelang mir das auf der Fotografie der Grossen Magellanwolke zunächst nicht vollständig. An einer bestimmten Stelle in der Nähe des Tarantelnebels vermisste ich am Bildschirm einen Stern, der im Dia ziemlich hell zu sehen war. Ich konnte mir das nicht erklären.
Davon völlig unabhängig ging mir viele Jahre später durch den Kopf, dass doch kurz vor meiner Reise irgendwo am Südhimmel eine Supernova explodiert war, und ich wunderte mich, ob ich diese auf einer meiner Aufnahmen vielleicht erwischt hatte. Mittlerweile gab es schon Google, und sehr rasch konnte ich die Himmelskoordinaten der SN1987A in Erfahrung bringen. Und siehe da, der mysteriöse Punkt auf meiner Aufnahme war erklärt! Ohne es zu wissen, hatte ich die Supernova SN1987A eingefangen!

Grosse Magellanwolke, Supernova SN1987A
Grosse Magellanwolke, Supernova SN1987A
Grosse Magellanwolke, SN1987A, Supernova, Tarantelnebel
1988-02-22
SN1987A
SN1987A
6.5 mag
Schwertfisch (Dorado)
Südhemisphäre
(J2000) RA: 05h 35m 28.0s DEC: -69° 16′ 11.8
Reed Lookout, Grampian Mountains, Victoria (bei -37.1481, 142.4482)
(Foto-Objektiv)
Olympus Objektiv Zuiko f=180 mm, F/2.8
Manuell mit Holzklappe, M6-Gewinde
Olympus OM-2
Diafilm Fujichrome 400 ASA, Belichtungszeit 5 Minuten



