Sonnenflecken
Sonnenflecken sind Bereiche auf der Sonne, in denen es richtig rundgeht – die Aktivität ist dort besonders hoch. Die hier gezeigte Aufnahme stammt vom 16. Juni 2024.
Fotografiert wurde mit zwei Methoden: einmal mit einem Herschel-Prisma im Weisslicht, und einmal mit einem H-Alpha-Filter. Für das H-Alpha-Bild habe ich zusätzlich eine monochrome Version erstellt, um die Protuberanzen und Materialauswürfe deutlicher hervorzuheben.
Mit dem Herschel-Prisma kannst du Sonnenflecken besonders gut erkennen. Das Prisma leitet nämlich 95,4 % des Sonnenlichts auf eine Keramikplatte ab, die die Wärme schluckt. Nur 4,6 % des Lichts gelangen weiter zum CMOS-Sensor oder ins Okular – genug, um die Details zu sehen, aber ohne dass deine Augen Schaden nehmen.
Protuberanzen
Die Protuberanzen am Rand der Sonne kannst du mit einem H-Alpha-Filter sichtbar machen. Dabei handelt es sich um echte Auswürfe von Sonnenmaterie – gewaltige Ströme, die wie Flammenzungen aussehen. Manchmal erkennt man auch fadenförmige Filamente direkt auf der Sonnenoberfläche, vor allem dann, wenn die Aktivität besonders stark ist.
Bildaufbau
Weil man mit dem Herschel-Prisma im Weisslicht die Protuberanzen am Rand fast gar nicht sieht, habe ich zusätzlich ein Bild mit dem H-Alpha-Filter aufgenommen. Danach habe ich beide Aufnahmen – das monochrome Weisslichtbild und das H-Alpha-Bild – übereinandergelegt. So kommen sowohl die Sonnenflecken als auch die Protuberanzen perfekt zur Geltung.




